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"12. Österreichische Konferenz Gesundheitsfördernder Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen" und "1. Österreichische Konferenz Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen"
[Zusammenfassung des Pressegesprächs im Univ. Klinikum Graz am 27.09.2007]

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Strategien,

Standard und Messinstrumente

für Gesundheitsförderung in Gesundheitseinrichtungen

Gesundheitsförderung in Gesundheitseinrichtungen wurde ursprünglich als offenes Entwicklungskonzept für Patient/inn/en, Mitarbeiter/innen und die regionale Bevölkerung konzipiert. Für nachhaltige und vergleichbare Entwicklungen braucht es aber gute standardisierte Instrumente, die eine professionelle Umsetzung unterstützen und die an andere Ansätze, insbesondere Qualitätsmanagement, anschlussfähig sind. Bereits vorliegende Tools und Entwicklungsbedarf für neue Instrumente im Bereich der Gesundheitsförderung standen daher im Zentrum der Konferenz 2007.

Der Fokus liegt einerseits auf Instrumenten zur Implementierung von Gesundheitsförderung als organisationsumfassender Gesamtansatz in Gesundheitseinrichtungen – in diesem Bereich gibt es mittlerweile international und zum Teil auch in Österreich erprobte Strategien und Standards, deren Anwendbarkeit unter Bedingungen des österreichischen Gesundheitssystems diskutiert wurde. Andererseits präsentierte die Konferenz etablierte Instrumente für spezifische gesundheitsfördernde Themen. Neben Tools für Patient/inn/en und Mitarbeiter/innen hat die Konferenz 2007 aufgrund der großen Bedeutung für die Volksgesundheit und der gesetzlichen Vorgaben in Österreich einen Schwerpunkt auf Instrumente für rauchfreie Gesundheitseinrichtungen gesetzt und wurde auch als "Erste Österreichische Konferenz Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen" geführt.

Das Zentralthema der Konferenz wurde in drei thematischen Strängen bearbeitet, denen jeweils zumindest eine Plenar- und eine Parallelveranstaltung gewidmet wurde:

Organisationsumfassende Gesamtansätze:
Wie können das Gesundheitsfördernde und das Rauchfreie Krankenhaus voneinander profitieren?

Aus der internationalen Forschung ist bekannt, dass Gesund-heitsförderung dann am effektivsten ist, wenn sie als organisationsumfassendes Gesamtkonzept umgesetzt wird, idealerweise als integraler Bestandteil der Managementstrategie. Diesem Ansatz folgen sowohl das internationale WHO-Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser als auch das EU-Netzwerk Rauchfreier Gesundheitseinrichtungen: Beide Konzepte sehen eine Verankerung im Management vor und haben spezifische Strategien und Standards für die konkrete Umsetzung von Maßnahmen für unterschiedliche Zielgruppen und Themen erarbeitet.

Mit der Verbindung beider Ansätze konnten in Irland und Deutschland bereits positive Erfahrungen gewonnen werden. Auch für Österreich soll daher diskutiert werden, wie beide Ansätze zueinander passen und welche Synergien sich für Gesundheitseinrichtungen durch eine Verbindung ergeben.

Gesundheitsförderung für Patient/inn/en: Etablierte Instrumentarien und zukünftiger Entwicklungsbedarf

Patient/inn/en stehen klassisch im Zentrum der Gesundheitsversorgung. Für sie liegen daher bereits zahlreiche etablierte Instrumentarien wie Beratungen, Schulungen und Trainings insbesondere für den Umgang mit chronischen Erkrankungen und für die Entwicklung gesundheitsfördernder Lebensstile vor. Auch für den Kernbereich der medizinischen und pflegerischen Versorgung gibt es gut an Gesundheitsförderung anschlussfähige Instrumente z.B. im Bereich der kommunikativen Unterstützung und „empowernden“ Behandlung – aufgrund der großen Bedeutung für die Lebensqualität wurde heuer beispielhaft die Schmerzbehandlung aufgegriffen.

Trotz der zunehmenden demografischen und epidemiologischen Bedeutung noch unterentwickelt sind spezifische Ansätze der Gesundheitsförderung für vulnerable Gruppen wie Migrant/inn/en und Kinder und Jugendliche in der Krankenversorgung. Hierzu wurden aktuelle nationale und internationale Erfahrungen präsentiert und Möglichkeiten der weiteren Implementierung in Österreich diskutiert.

Einen großen und in Österreich bisher noch wenig thematisierten Entwicklungsbereich stellt Gesundheitsförderung in der Langzeitpflege dar: Gerade bei Patient/inn/en und Bewohner/inne/n in diesem Versorgungssegment gibt es aber viele Potenziale hinsichtlich der Verbesserung von Lebensqualität und funktioneller Unabhängigkeit, die durch Gesundheitsförderung erschlossen werden können. Aufgrund der Bedeutung des Themas wurde hier ein Schwerpunkt gesetzt. Die Konferenz richtete sich damit besonders auch an Vertreter/innen von Langzeitpflege-einrichtungen.

Umfassende betriebliche Gesundheitsförderung: Welche Instrumente gibt es, und welche Rolle spielen Mitarbeiterbefragungen?

Mitarbeiter/innen in Gesundheitseinrichtungen gehören zu den am meisten belasteten und beanspruchten Berufsgruppen. Zur Unterstützung von Mitarbeiter/inne/n im Rahmen umfassender betrieblicher Gesundheitsförderung tragen viele Expert/inn/en bei: Management, Personalentwicklung und -vertretung, Arbeitsmedizin, Sicherheitsbeauftragte u.a.. Welche Instrumentarien stehen zur Verfügung, um die Gesundheit von Mitarbeiter/inne/n in einem koordinierten Gesamtansatz zu unterstützen – von der Selbstbewertung der Gesundheitswirkung auf die Mitarbeiter/innen bis hin zu Modellen guter Praxis? Und welche Rolle spielen regelmäßige Mitarbeiterbefragungen für einen umfassenden Gesamtansatz? Im Rahmen der Konferenz wurde ein Überblick über das zur Verfügung stehende Instrumentarium geboten und Erfahrungen eines aus dem ONGKG hervorgegangenen Projekts mit der Entwicklung und dem Einsatz von Mitarbeiterbefragungen präsentiert.

Quelle: www.oengk.net





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 Letzte Änderung: 01.10.2007

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